Vortrag: Der Beitrag jüdischer Intellektueller am geistigen und politischen Leben der Weimarer Republik

Donnerstag 08.11.2018, 19.30 Uhr, Stadtmuseum Halle

Vortrag von Chaim Noll:

Der Beitrag jüdischer Intellektueller am geistigen und politischen Leben der Weimarer Republik

Mit der „bürgerlichen Emanzipation“ der Juden begann der Aufstieg der deutschen Juden in akademischen Berufen, in den modernen Wissenschaften, in der Literatur, Musik, Malerei, im Film und anderen Künsten, in Politik und öffentlichem Leben. Ihre Flexibilität, Innovationsbereitschaft und traditionell geschulte Geistesschärfe machten sie zu „Pionieren der Moderne“. Besonders in der ersten bürgerlichen Demokratie Deutschlands, der Weimarer Republik, führte die jüdische Beteiligung zu einer beispiellosen Blüte des deutschen Kultur und Wissenschaftsbetriebs, von der Deutschland bis heut profitiert. Sie endete abrupt mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. Albert Einstein, Sigmund Freud, Arnold Schönberg, Max Reinhardt und viele andere aus Deutschland emigrierte Intellektuelle prägten noch für kommende Jahrzehnte die Entwicklung der Wissenschaften und den geistigen Diskurs.

Chaim Noll (geboren 1954 in Berlin) ist ein deutsch-israelischer Schriftsteller. Er lebt heute in Midreshet Sde Boker in der Wüste Negev.

Eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt.

Ort: Stadtmuseum Halle, Große Märkerstraße 10, 06108 Halle.

Der Eintritt ist frei. Ihr Spende ist willkommen.


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